Freitag, 14. März 2008

Fenster auf - Mitbewohner raus - Fenster zu.

Nach der letzten Nacht plädiere ich mal wieder für die Canard-Methode bei der Lösung diverser Probleme. Zwei meiner Mitbewohner (die zwei meiner Mitbewohner) hatten gestern Besuch und beschlossen lange wach zu bleiben. Ich dachte mir, oh well, so schlimm kanns nicht werden, und ging um eins ins Bett. Um halb zwei machte ich den Fernseher aus, kuschelte mich ins Bett, Ruhe kehrte ein... bis ich sie hörte. Sie und den Laptop, den sie anhatten.

Ich dachte mir, mach ich halt Musik an, dann hör ich auf die, und kann schlafen. Es ging nicht. Die Musik vermischte sich mit den Geräuschen zu einer unglaublichen Kakophonie. Ich wälzte mich in meinem Bett umher, unsicher, ob ich jetzt wieder die Spielverderberin spielen sollte. Aber nachdem ich mit dem heutigen Tag einiges vorhabe (und natürlich noch nichts angefangen habe), stieg ich gegen zwei aus dem Bett und schlich gen Küche, um sie wenigstens dazu aufzufordern, die verdammte Tür zuzumachen. Ich kam bei der Küche an - und die Tür war zu. Der Krach kam aber definitiv von dem, was da hinter dieser Tür war. Ein leises Stimmchen in meinem Kopf flüsterte "Axt!" Ich klopfte. Der laute Gesang (der Titelsong zu den Teenage Mutant Hero Turtles - WTF?) verstummte - das Stimmchen fragte "Axt Axt?" und hatte ein Nicken im Tonfall. Ich schob die Tür auf und fragte "Habt Ihr ne Ahnung wie laut ihr eigentlich seid?" Drei große Augenpaare schauten mich an, eines antwortete "Nein." Das Stimmchen sagte laut und bestimmt "Axt! Axt! Aaahaaaxt!" Ich sagte "Ihr seid verdammt laut! Ich versuch seit ner Stunde zu schlafen, und es geht einfach nicht!" Das Augenpaar, dass nicht zu meinen Mitbewohnern gehörte, sagte: "Da hättest du vor ner Stunde ja schonmal kommen können!" Das Stimmchen ging zu einem Türchen in meinem Hinterkopf, öffnete sie und holte die Axt hervor, und brüllte "AXT! AXTAXTAXT! YAY!" mit einem diabolischen Funkeln in den Augen. Bevor es dem Besuch die Axt in den Schädel rammen konnte, schloss ich die Tür zur Küche.

So gegen drei Uhr hatte ich das Stimmchen dann ins Bettchen gebracht und konnte auch schlafen. Dementsprechend ist meine Laune heute. Und wenn nochmal einer von denen es auch nur wagt, etwas zu mir zu sagen, kann ich für nichts garantieren. Wenn ein Umzug nicht so abartig teuer wäre, wär ich schon längst weg hier. Aber zumindest werde ich versuchen regelmäßig die Wohnungsanzeigen abzugrasen. Vielleicht finde ich ja was passendes, was im bezahlbaren Rahmen bleibt.

3 Kommentare:

amanda james hat gesagt…

oh maus, das tut mir echt leid.aber wie passend,daß der besuch genauso unsensibel ist wie die anderen beiden...*kopfschüttel*

Purslane hat gesagt…

Menschheit vernichten halt. Das Übliche. Ich werde jetzt erstmal putzen. Und übermorgen bin ich ja erstmal hier raus.

Falls du ne nette Einzimmer-Wohnung in Prenzelberg entdeckst: merken und mir sagen.

amanda james hat gesagt…

sorry,aber ich glaub die nehm ich dann erstmal...gab schon wieder zoff wegen dem brat...mann, nimmt das den nie ein ende?!