Donnerstag, 18. September 2008

Bunt sind schohon die Wälder...

... und ich verpasse dem Forum wahrscheinlich gerade einen kollektiven Ohrwurm. Sorry. Mir ging das Lied jetzt schon seit drei Tagen im Kopf rum, und gestern haben wirs dann auch beim Kirchenchor gesungen. Und wenn alles glatt läuft, bin ich auch bei der nächsten Probe in zwei Wochen dabei und am Erntedanksonntag ebenfalls, wenn wir dann im Gottesdienst singen. Die Arbeit erfordert meine Anwesenheit in Berlin nur ganz acht Tage lang. Welch ein Glück. Wenn ich etwas bemerkt habe in den letzten zwei Wochen hier, dann, dass mir das Leben hier unglaublich gut tut. Ich mache mir viel weniger Sorgen und habe viel weniger Angst vor allem über das, was mein Körper so anstellt. Den halben Tag über arbeite ich an Hausarbeiten, die andere Hälfte des Tages verbringe ich draußen. Garten, Wald und Hof kann einfach nichts ersetzen, und mir ist wieder klar geworden, dass ich aus Berlin raus muss, so schnell wie möglich. Ein Jahr sitze ich eh noch fest, aber danach.

Die Tage hier waren wieder so ausgefüllt, so wie es sein muss. Wir haben viel im Garten erledigt, Erdbeeren gepflanzt, alte Erdbeeren rausgeworfen und angefangen, das neue Beet anzulegen. Wir waren in Mieste und ich habe neue Kontakte geknüpft, die mir vielleicht weiterhelfen werden. Letzte Woche haben wir das Stroh von Stall Nummer Eins wegbefördert. Wir wollten eigentlich nur ein Loch im Dach der Garage stopfen, aber das ganze Stroh war im Weg und das Loch im Boden war ganz praktisch um es da durchzustpfen. Also hab ich zwei Tage lang Stroh geschippt und wegbefördert. Es konnte kein anderer auf den brüchigen Fußboden vom Stall, also durfte ich. Aber so gesehen habe ich den Teil meiner zukünftigen Wohnung vom Stroh gereinigt, der später mal meine Küche und mein Essbereich sein soll. *ggg*

Vorgestern haben wir den kleinen Anbau vorm Haus weggehauen (ich habe eine Mauer weggerissen! *grunz*), um dann bald mit der Terrasse weiterzumachen. Am Sonntag waren wir morgens zum Flohmarkt und nachmittags zum Dahlienfest in einem Nachbardorf. Für abends habe ich mir Strickzeug rausgesucht und mache mir ein paar neue Armstulpen. Aber ich kämpfe gerade mit dem Daumenkeil, weil ich keinen Plan habe, wie ich das anfangen soll.

Hachja. Es ist schön hier. Hier möchte ich bleiben.