Freitag, 18. Dezember 2009

Der Tag der kleinen Katastrophen

Heute war der Tag unendlicher Freude. Nein, ich meine nicht Heiligabend, sondern Masterarbeitsabgabetag. Dummerweise schmiss dieser Tag ständig mit irgendwelchen Schneebällen nach mir, so dass für Freude kaum noch Zeit blieb. Es fing damit an, dass ich zu spät aus dem Bett kam. Also schnell angefangen zu packen. Ich hatte den Laptop schon abgebaut, da erzählte das Radio was von Stellwerkproblemen und Zugverspätungen. Zwar nur in Hannover, und mein Zug kam aus Hamburg, aber naja, bei der Bahn weiß man ja nie. Also den Laptop wieder raus, angemacht, festgestellt, dass mein Zug pünktlich ist, wieder eingepackt, panisch weitergepackt. Der Hund hatte sich derweil schon traurig auf der Jacke zusammengerollt. Mein armes Schnütchen.

Der zweite Schock kam beim Fahrkarte-Kaufen: der Automat wollte mein Ticket nicht ausspucken. Ich griff ihm beherzt in den Ausgabeschlund und stocherte ein wenig herum, bis ich mein Ticket auch in Händen hielt. Das war allerdings schon der zweite Schreikrampf. Die Fahrt nach Berlin verlief recht ereignislos, von einigen Zwischenstops mitten im Nirgendwo mal abgesehen. In Berlin schliff ich meinen Koffer dann direkt Richtung Uni durch S-Bahn, U-Bahn und nochmal U-Bahn. Treppe rauf, Trepe runter. *schlepp* In Dahlem angekommen begann das nächste Fluchen: hier hatte es geschneit. Und statt den Schnee von den Wegen zu fegen hatte man Schotter draufgekippt. Das macht sich so richtig gut, wenn man da mit einer Tasche rüber will, die Rollen hat. Und das Beste daran war, dass die Wege auch immer noch glatt waren. *rutsch*

Der Hauptpunkt des Tages ließ sich dann auch recht schnell und problemlos abhaken. Allerdings war ich danach dann nicht euphorisch, freudestrahlend, außer Häuschen und gelöst fröhlich, sondern einfach nur müde. Nach einer Stunde U-Bahnfahrt fiel ich zu Haus auch erstmal ins Bett; im Zimmer wars arschkalt, von daher war das eh die beste Idee. Irgendwann hatte ich noch ausgepackt und mich dann wieder da eingerollt, wo es warm war. Eine Stunde, bevor ich zur Arbeit musste, stand ich auf um zu duschen und stellte fest, dass der Schwimmer der Gästetoilette nicht mehr schloss und es so fröhlich vor sich hin rieselte. Nachfrage bei der MiBeWo ergab, dass das schon seit gestern so war. Ich überlegte, ob ich mal eben einen Schreikrampf bekommen sollte oder die Canard-Methode gleich angemessen wäre. Nein, dass kann man ja nicht verlangen, das man mal die zwei Etagen zum Hauswart runtergeht und Bescheid sagt, das was kaputt ist. Man ist ja krank und bekommt Besuch. Nee, da warten wir, bis die Pursi da ist und kurz davor ist, zur Arbeit zu gehen, und dann merkt sie das und regelt das. Argh. In dem Zuge hab ich auch noch erfahren, dass die Heizung kaputt war, weswegen die Uhr am Thermostat vollkommen verstellt war und irgendwelche sehr seltsamen Einstellungen vorgenommen waren, damit es denn irgendwie tagsüber heizt. Anscheinend sind die Mitbewohner auch zu dämlich um das richtig zu machen. Brot kann wenigstens schimmeln, aber was könnt ihr eigentlich?

Die lustigen Überraschungen bei der Arbeit spare ich mal aus. Inzwischen will ich wirklich nur noch ins Bett. Morgen kommt der Dings und tauscht den defekten Spülkasten aus. Halleluja.

Dienstag, 8. Dezember 2009

... lieber Heinrich, lieber Heinrich...

Da hab ich mir ja ein schönes Eigentor geschossen mit dem Titel des letzten Blogeintrags und mir einen herrlichen Dauerohrwurm verpasst. :ugly: Ich hoffe, dem Rest des Forums geht es auch so. :ugly:

Am Wochenende hab ich übrigens die weihnachtliche Backorgie hinter mich gebracht. Alles sehr schick geworden (lecker kann ich nicht sagen, weil mich bisher noch kein Verlangen nach Keksen überkam :ugly:), außer die Mandelkränze. Ich habe noch nie eine Masse erlebt, die mir vor lauter Schwerkraft aus dem Spritzbeutel gelaufen ist. Und dann runter von den Plätzchen. So schnell konnte ich gar nicht das Blech vollmachen, wie das gelaufen ist. Beim zweiten Schwung hab ich dann einfach noch einen Schwupp gemahlene Mandeln dazu gemacht, dann ging das halbwegs.

Die Mandelkränze waren sowieso das reinste Drama. Es fing damit an, dass ich Mandeln mahlen wollte und die Resttüten aus den Schränken fischte. Ich hatte beinahe meine 125 Gramm zusammen, als ich noch ein paar Mandeln aus einer weiteren Tüte fischte, in die Mühle warf, anfing zu mahlen und feststellte, dass die Mandeln komisch aussahen. Sie hatten kleine Löcher. Die so aussahen wie Gänge. Und es war auch noch soviel kleines Zeug in der Tüte. Eeeek. Die waren schonmal bewohnt gewesen. Eeeew. Das Mandelmehl wanderte also in den Müll, und nachdem ich alles gesäubert hatte, ging der Spaß von vorne los. Nur hatte ich jetzt nur noch gehackte Mandeln. Die immer wieder in größeren Stückchen durch die Mühle gerutscht kamen. So dass ich alles zweimal mahlen durfte. Argh, glaubt mir, diese Kränze sind mit großem Schmerz erkauft. :ugly:

Übrigens blogge ich eigentlich hauptsächlich, um diese tollen Christian-Bale-Icons spazierenzuführen, die auf meinem Rechner so versteckt sind. Huuuuiii.

Montag, 7. Dezember 2009

Wenn der Topf aber nun ein Loch hat...

Ich gebe mal eben bekannt, dass ich zwei Wochen vor Abgabe der Masterarbeit mit dem Gröbsten durch bin. Diese Woche wird fertig korrigiert und die Bibliographie fertig getippt, das ist zwar nochmal anstrengend und zeitaufwendig, aber machbar. Am Montag geht das Ding dann zum Drucken und Binden und dann wird abgegeben. Und alles bisher ohne größeren Nervenzusammenbruch. Halleluja. Jetzt darf ich nur eine Woche lang Zweifel zum Inhalt bekämpfen. Für mich ist das alles inzwischen so durchgekaut, alle neuen Ideen sind alt, alle strahlend-neue Erkenntnisse sind nur noch müde flackernde Lämpchen. Aber das geht mir immer so bei solchen Arbeiten. Der Schlussteil gestaltet sich auch so ein bisschen schwierig im Moment, mir fehlt da im Moment ein bisschen der rote Faden und der finale Kalleffekt.

Allerdings darf ich mir nun so langsam ausdenken, wie ich meine Tage plane, jetzt wo ich nicht mehr 12 Stunden am Schreibtisch angenagelt bin. Es war eigentlich recht nett, genau zu wissen, was am nächsten Tag so anliegt. Ich meine, ich bezweifel, dass ich in ein tieferes Loch fallen werde, dazu gibt es im allgemeinen noch einiges zu tun. Im Notfall kann ich anfangen die Verteidigung auszuarbeiten, die möchte ich nämlich im Januar oder Anfang Februar hinter mich bringen. Nur möchte ich Weihnachten tatsächlich abschalten. In den Tagen davor steht hauptsächlich putzen und aufräumen auf dem Plan. Vielleicht schafft die äußere Ordnung dann auch ein bisschen Klarheit im Kopf.

Donnerstag, 26. November 2009

Ich bin von der Außenwelt abgeschnitten!

Das Forum ist tot! Ahhhh! *kreisrenn*

Ja nee, geht wieder. Also bei mir, nicht beim Forum. Und es war ja klar, dass ich erst wieder blogge, wenn das Forum mich nicht reden lässt. Dabei hätte ich sowas tolles für den TMI. Von verpeksten Abflussstöpseln. Von denen ich jetzt nicht berichte, sonst kann ich nicht weiteressen.

Donnerstag, 17. September 2009

Ein gewichtiger Unterschied.

Ich habe heute festgestellt: ich kann meine Hose ohne Gürtel tragen und ich bleibe trotzdem züchtig bedeckt. Ein Blick auf die Waage ergab, dass ich etwas über ein Kilo zugenommen habe. Gut zu wissen, dass das auch direkt ohne größere Umwege auf den Hüften landet.


Nun gehörte ich ja zur Fraktion derer, die unter der Dusche hin und her springen müssen um nass zu werden*, und die sich bei Sturm größere Steine in die Taschen stecken um nicht wegzufliegen. Im Sommer frage ich mich, ob ich einen Bikini finde, der klein genug ist, im Winter beklage ich mich über mangelndes Isolierfett. Charmante Nachbarn sagten zu mir, dass ich früher viel besser ausgesehen hätte. Damals, als ich noch jung war. Als wir hierher gezogen sind, ging ich zweimal die Woche zum Sport, kam jedes Wochenende von der Uni nach Haus und aß ordentlich. Doch fünf Jahre in Berlin ohne Sport, mit Umwelttress, Arbeitsstress, Unistress und Zukunftsstress, und schlechter Ernährung aufgrund einer Mischung von Geldknappheit, verrauchter Küche und schlichter Faulheit haben mir einige physische Gebrechen beschert und mich einfach tierisch abmagern lassen. Die Knochen standen überall raus, meine Körbchengröße schrumpfte, und bei Sturm fingen meine Knochen an zu klappern. Seit zwei Monaten aber bin ich die meiste Zeit auf dem Land, wo ich es auf drei Mahlzeiten pro Tag bringe und auch noch Bewegung habe. Inzwischen kann man auf meinen Rippen auch nicht mehr Klavier spielen, und ich fühle mich einfach weitaus besser. Demnächst sollte ich dann mal wieder mit dem Sport anfangen, sonst geh ich auf wie ein Hefekuchen.


* Wir danken dem Forum für dieses tolle Bild.

EDIT: Weil die Nithy fragt: Mittwoch schwang ich mich früh aus dem Bett um trotz unzulänglicher Verkehrssituation rechtzeitig am Bahnhof zu sein und nach Haus zu fahren.

Freitag, 11. September 2009

Ich könnte auch mal wieder bloggen.

Ich hab nur immer noch nicht so wirklich was zum drüber schreiben. Wenn ich wieder in Kameranähe bin, gibt es wohl mal einen Eintrag mit Katzenbildern, dann muss ich mir nichts aus den Fingern saugen. :ugly:

Highlight des gestrigen Tages war übrigens, dass ich mit dem Fahrstuhl stecken geblieben bin. Grandios, sag ich Euch. Muss ich in nächster Zeit nicht wiederholen. Ansonsten frisiert meine Friseurin nicht mehr, und ich erwäge, ganz woanders hinzugehen, nachdem mir die anderen Friseure im gleichen Laden dreimal die Haare verhunzt haben. Wäre auch dichter dran. Und abgesehen davon warte ich darauf, dass Mittwoch ist.

Sonntag, 26. Juli 2009

"Wat em daldrückt, weer wider nix as de grote Stadt ...

... un dat Heimwee na Feld un Woold kunn he ni dwingen."

Dieses und die folgenden Zitate stammen aus Dre Vertelln von Johann Hinrich Fehrs, geschrieben um 1880. Und nachdem ich heute mal wieder Natur pur im Drömling genossen habe, könnte ich das Buch seitenweise zitieren. Das erste finde ich einfach nur wunderschön geschrieben.

"As wi uns mal vertöörnen un uns haun deen, müssen wi an den Snidertisch kamen un em de Saak vertellen. He seeg uns över de Hoornbrill heel drang an, denn neem he Nadel un en dennigen Tweernsdraat un nei uns baben an de Schullern un bi de Büxentasch fast tosamen; seggen dee he darbi nix. Dat weer en harde Straaf, wat hebben wi weent! Aver holpen hett dat, wi hebbt uns von den Dag an ni wedder vertöörnt, sünd frö Frünn waarn un Frünn bleben bet an 't Graff - wat Snider Bornholt tosamen nei, weer ümmer op de Duur."

"De Natuur is en wunnerbar Ding. Se is mit all eer Herrlichkeit dat allerbeste Speeltüüch för Kinner; för den eernsten Mann aver un för dat Öller is se ein Welt voller Wunner, de uns mit allerlei Fragen de Gedanken opwöölt un den Nacken böögt, dat wi beden leert."

Und das folgende spricht mir so aus der Seele:

"Du denkst jo sach anners", see de Ool to mi. "Aver noch kommt mi en grote Stadt bina as en Dullhuus vör. Wat hett de Minsch dar von de Welt un von sien Leben? Dat harde Steenplaster ünner sik, hoge Muurn op beide Siden, över 'n Kopp en smallen Stremel von den Heben, de von Daak un Qualm gries un grau is; de Blomen in 'n Gaarn, de Bläder op 'n Boom - allens voller Stuff un Smook ut Straat un Schosteen, keen Vagel as de Dacklünn, de hier bina swart un heel unverschaamt is, de Peer vör de Stratenkutschen meistendeels so trurig, as wenn se den Schinner von 'n Platz stalen sünd, un de Minsch? De Riekdoom över de Maten riek, sitt hooch to Wagen un kiekt mööd un gliekgüllig över den Swarm weg, de üm em rmkrabbelt; de Armoot mit holle Ogen as de Dood, smerig un häßlich, in Palten un veelmals so frech, as harr se alle Schaam den Kopp afbeten. Allens rönnt un löppt un schachert un gröölt; dat ool schrum
pelige Fischwief jault as en Kater achter 't Finster, de Juud toritt een bina den Rok un wiest of sinen Plünnladen, oder he schriggt een de Oren twei, man schall em ut Barmhartigkeit doch en Stück Tand un Band afköpen. Dartwischen bölkt dat: Pipenreimers! - Labennige Bü...tt! Waterwaag! KArabb, Karabb! un Kappler Böckeln! Un dat allens in en hitte, dicke Luft, de man lepeln kann un de na allens stinkt, wat utropen warrt oder in den Rünnsteen swömmt. Mitto rüükt dat bi uns ok ni schöön, aver unsen Herrgott sien reinen Aten, de Wind, hett doch de Babenhand; wi hebbt hier ok Armoot, aver de hett en helen Rock an, wenn se will, un kann sik doch freun över de blöömte Wisch un dat Koornfeld, wo sik de Wind in weegt, över de Lerch un Drossel und Nachtigall, kann ok von widen den Karkentoorn seen, de as en Finger na baben wiest, se hett dat schöne Morgen- und Abendroot un nachts den widen steernklaren Heben, de uns de Ewigkeit predigt."

Haach. Hachedihach. Und ich hab erst fünf Seiten gelesen.

Donnerstag, 2. Juli 2009

X marks the Spot!

Ich wollte auch mal wieder bloggen, aber dummerweise macht mich die Hitze im Moment zu träge. Außerdem befinde ich mich in einem von Pizza induzierten Fresskoma. Darüber, dass mir die Firma ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Hyatt bezahlt, hab ich heute auch schon hinreichend geredet. (HA!) Morgen gehts heim, und da ich heute auch nur noch Zeit totschlage, bloggen wir doch mal die Zimmeraussicht der letzten Tage:

Das Gekrissel ist übrigens Regen:






X marks the Spot:






Wölkchen verbunden mit der Entdeckung der ISO-Einstellung an meiner Kamera:






Wir beachten die hässlichen Häuser da nicht. Wir stellen uns einfach vor, das sind Bäume.






Und ich geh jetzt weiter Babylon 5 gucken.

Sonntag, 21. Juni 2009

Bäume! Tiere! User! Thiii!

Ich muss mal eben die Grundgenialität dieses Wochenendes bloggen. Jetzt hab ich endlich ein paar mehr Gesichter zu den ganzen Usern. Und es war so toll überhaupt. Der Bauernhof war wunderschön gelegen, etwas ab von der Straße und direkt am Waldrand. Das Spielkind in mir hat sich so dermaßen nach Herzenslust ausgetobt, ich merke jetzt erst langsam, wo ich überall Muskelkater bekomme. Ich bin Kettcar gefahren (besser gebrettert :ugly:), habe geschaukelt, mich über Kopf an Ringe gehängt, war im Wald Holz sammeln (WALD! :D), habe mit Pyr Badminton gespielt (worauf jemand meinte 'Na Euch kriegen wir heut früh ins Bett. ... Also äh, nicht so. *fuchtel*'), mit Centi, Shieldmaiden und Nimiel Volleyball gespielt, war jeden Tag im Pool, obwohl es grottenkalt war, auch am ersten Abend nach dem Abendbrot, als es schon dunkel war, habe nesteln gelernt, wurde von Fui durchgeknuddelt und in der Gegend rumgetragen, stand mit Vianne, Shieldi und dem Tyrannen naschend im Erdbeerbeet, sah Twilight und befand es für zu verwackelt, war spazieren, habe Hunde gekrault, habe getanzt, war Teil eines Mobs, habe einen Heiligenschein gehalten, mit Shieldmaiden bis fünf Uhr in der früh gesungen (aber ganz leise, damit Centi nicht mit der Axt aus ihrem Zimmer kommt), habe beim Mittsommernachtsdings Dinge verbrannt, leckeres Gegrilltes Zeug gegessen, mit Usern Brainiac geschaut, habe Glühwürmchen gesehen, an Blumen geschnuppert, und Sonnenuntergänge genossen und hatte einfach mächtig viel Spaß.

Muss Fotos anschauen gehn.


Sonntag, 14. Juni 2009

Porto - die Fotostory.

Einen gibts noch. Weil ich eh nicht mehr dazu komme, Porto in aller Vollständigkeit zu bloggen, gibt es das Wesentliche jetzt als Fotoalbum in der GH. Das unter anderem aus Folgendem besteht:

Blauregen:



Die erste Katze:



Palmen:



Der Atlantik:



Die Entdeckung der Makrofunktion:



Der Imperiale McDonalds:



Unglaublich viele Blumen:



Port:



Mehr Katzen:




Und noch mehr Katzen:



Den Rest und ausführlichere Kommentare findet ihr hier.

Crebain! From Dunland! HIDE!

Das da geht gerade im Wäldchen hinter unserem Haus ab. Bis eben kreiste der Schwarm hier auch noch rum, aber sie setzten sich dann wohl anscheinend. Ich beginne an eine Verschwörung zu glauben, denn heute kam auch schon irgendein Raubvogel über den Hof geflogen. Creepy das.

Green Hell Blog Tour Reloaded Vol. 4

Zeig her deine Tasche! Zeig her!

Es ist mal wieder soweit. Strikt genommen ist es schon seit einer Weile so weit, aber ich hatte bisher einfach keine Muße. Und keine Batterien für die Kamera. Die hab ich eigentlich gerade auch nicht, aber für Taschenfotos hat es gereicht.

Photobucket

Das ist sie also. Ich nenne sie liebevoll den 'Koffer'. Ich bin so ein Taschenmonogamist, dass heißt neben dieser Tasche gibt es keine andere für mich. Dadurch stehen meine Taschen allerdings auch ziemlich unter Druck, denn ich schleppe jeden Tag meinen Kram damit rum. Die von Pure halten das am besten aus, so zwei Jahre geht es gut, dann ist irgendwann der Stoff durch (Taschen Nummer Eins), oder der Tragegurt reißt (Taschen Nummer Zwei).

Photobucket

Und hier ist der Inhalt: wir fangen links oben an und arbeiten uns dann wie beim Lesen vor.

1. Uni-Ordner: Spezieller ist das der Ordner für das Zeug für meine Masterarbeit.
2. Taschentücher: Irgendwann hatte ich mal das SchniefenTM aber keine Taschentücher dabei. Dann warf ich einfach mal ein paar Packungen in die Tasche. Eine davon ist portugiesisch.
3. Wasserflasche: Hab ich immer dabei.
4. Daneben liegt eine Rolle Vivil-Pfeffis, gegen meinen dauernden Kaffeeatem.
5. Dann Handy und Kopfhörer, unerlässlich für den Umgang mit der Berliner Umwelt.
6. Mehdchenkram: Labello-Ersatz von Balea, Nagelfeile für unterwegs, Pflegecreme, die ich im Besonderen fürs Theater habe.
7. Darunter eine Dose, auf der Sri Lanka steht. Auf der Expo 2000 gekauft und meist zum Aufbewahren von Schmuck benutzt.
8. Wir machen beim Buch weiter. Das ist das aktuelle, und wer weiß, warum ich das lese, bekommt einen Keks. :ugly:
9. Rechts daneben mein Portemonnaie. Ich liebe es, aber der Reißverschluss ist gerade kaputt gegangen.
10. Terminplaner. Mal etwas ausgefallener als in den Vorjahren.
11. Wir rutschen wieder ganz nach links: mein Schlüsselbund.
12. Das rote da obendrüber ist mein USB-Stick.
13. Stoffbeutel, mit dem ich etwas für mein Umweltgewissen tue. Ich habe ihn immer dabei für den Fall, dass ich etwas einkaufe, und muss dann keine Plastetüte kaufen. Ist schon wie zu DDR-Zeiten als man immer einen Dederonbeutel dabei hatte.
14. Pinke Post-Its: Die sind noch da drin, weil ich was gelesen hatte und im Buch keine Unterstreichungen mache, also kleb ich die Dinger daran.
15. Zwei Kugelschreiber aus Stratford. Da fehlt noch der dritte, den mein Bruder irgendwohin geschleppt hat. Bevor wir ins Stratford waren, hatte ich immer nur Kugelschreiber dabei, die immer dann alle waren, wenn es wichtig war. Jetzt hab ich meine eigenen, und sogar mehr als einen.

Vor mir ist Argolas dran, nach mir kommt Alca.

Montag, 8. Juni 2009

Shiny!

Shoppen ist für mich ja immer so ne Sache. Ich finde nie, was ich suche und breche dann die Unternehmung irgendwann frustriert ab. Letztens war ich ja schon bei H&M um zu schaun, ob die schöne bunte luftige Sommerdinge haben. Luftig -ja. Schön - ja. Bunt - nein. Alles war in dunkelblau, oder irgendwie blassen Farben, und nee, sowas zieh ich nicht mehr an. Ne neue schwarze Hose für die Arbeit gabs auch nicht. (In meiner Größe schon gar nicht.)

Heute bin ich dann zu C&A marschiert, in der Hoffnung eine schwarze Hose zu finden. Gefunden habe ich schöne luftige bunte Sommerdinge. Ich stand mit einer Hose und acht anderen Dingen (Kleider, Röcke, Tops und dieses unwahrscheinlich schicke Westenteil mit Puffärmelchen dran) dann in der Kabine. Glücklicherweise passt mir eh immer nur die Hälfte von dem, was ich so erstmal mitnehme. Sonst wär ich noch viel mehr Geld losgeworden, dass ich nicht habe. So gehört mir aber jetzt dieses und jenes. Ne schwarze Hose hab ich trotzdem nicht gefunden; die im 'klassischen' Schnitt sind alle so dermaßen weit, dass ich sie auf der Arbeit nicht tragen kann. Wenn sie überhaupt ein langes Bein haben. Da muss ich also erstmal noch ein bisschen weitersuchen.

Dann stand ich eine Stunde lang im Saturn vor den mp3-Playern und grübelte, mit welchem ich meinen Bruder denn beglücke. Auf jeden Fall sollte ein Akku drin sein, damit diese ewige Batterieverschwendung endlich aufhört. Im Saturn am Potsdamer Platz war zu wenig Auswahl, hier wars schon wieder zuviel. Und ein Mitarbeiter, der einem bei der Auswahl hilft, war natürlich weit und breit nicht zu sehen. Ich schnappte mir dann kurzerhand einen, um zu fragen, womit denn genau geladen wird, wenn kein Kabel dabei ist. "Über den Rechner, oder Sie kaufen sich ein Ladekabel. Aber nur vom selben Hersteller." Aha. Nochmal 15 Euro. Meh. Schließlich rief ich die Schwägerin an und fragte, ob lieber mit Radioempfänger oder mit Playlist-Funktion und DRM-Dings-Abspielfunktion. Playlist-Funktion hat gewonnen, dazu gibt es auch noch kleine silber Surfer-Geschnörkel auf dem Player. Ich finds ja cool, und wenns dem Bruderherz nicht gefällt, dann tauschen wir einfach um. Ich muss ja eventuell eh nochmal wegen dem Ladekabel hin.

Freitag, 5. Juni 2009

Wer macht eigentlich Briefwahlunterlagen?

Ich war gerade eben schonmal braver Bürger in einer Demokratie und hab die Briefwahlunterlagen ausgefüllt, die vorhin im Briefkasten lagen. In der Tram. Die Sache mit dem geheim hab ich nicht ganz so ernst genommen. Aber wen interessierts schon, wer bei uns Bürgermeister wird? :zahn: Mir kam dann aber doch die Frage, wer eigentlich die Briefwahlunterlagen macht. Für die Europawahl krieg ich einen mordslangen Zettel, der hübsch angekreuzt und normal gefaltet nicht in en Wahlumschlag passt. (A6 Umschlag für das Papiervolumen eines A3-Blatts. Arsch offen?) Ein bisschen kreatives Falten später passt der Zettel, ich sabbere den Umschlag an, um den Brief zuzumachen, der Umschlag ploppt wieder auf, weil zuviel Inhalt drin ist. Hnnnng. Ich sabbere nochmal, etwas mehr, und halte den Umschlag schön zu. Hätte ich ein Lexikon dabei, ich würde den Brief da rein legen. Aber vielleicht sammelt der BND ja auch diese Art und Weise Speichelproben der unwissenden Bürger. :verschwörung:

Dann mache ich den doch schon recht großen Umschlag meiner Verwaltungsgemeinschaft auf: und yay! Zwei große Umschläge für drei große Wahlzettel, alles schon so schön vorgefaltet, dass man nicht selber kreativ falten muss. Und bunt ists noch dazu: lila Wahlumschlag, orange, hellgrün und gelb für die Wahlzettel. :farbflash:

Und jetzt find ichs ja doch ein bisschen schade, dass ich am Sonntag nicht Wahlhelfer bin. Gerade was den neuen Gemeinderat und den neuen Bürgermeister angeht, bin ich ja doch sehr gespannt. :hibbel:

Freitag, 29. Mai 2009

Die serienlose Zeit überbrücken wir ... mit neuen Serien!

Nachdem in den USA ja alles im hiatus ist, oder wie sich das nennt, und meine drei Stammserien (Lost, House und Castle) gerade Pause haben, stand ich vor der Frage, womit ich mir denn jetzt die Zeit vertreibe. Nuja, dacht ich mir, von Pushing Daisies hat das halbe Forum schon geschwärmt, und ich hab keine Ahnung, worums geht, aber es soll leicht abdreht sein.

Pursi fängt also an einem Samstag an Pushing Daisies zu gucken. Das Ganze fängt an mit einem Hund, der auf eine Straße läuft und überfahren wird. Ich halte mir quietschend die Augen zu. Als ich wieder hinschaue, berührt Ned den Hund, der aufspringt und weiterrennt. PhotobucketYay! Ich gucke weiter. Neds Mutter stirbt und wird wieder lebendig, Chucks Vater stirbt und Neds Mutter stirbt noch einmal. Und alles innerhalb von drei Minuten. Whoa. Dann lernen wir den erwachsenen Piemaker kennen. Ich denke mir 'Joah nett anzuschaun, aber rechtfertigt noch keine Herzchen.' Dann macht der Piemaker den Mund auf und fängt an zu reden, und bei mir fangen die Herzchen an zu ploppen. Photobucket Was für eine Stimme.

Und fünf Tage (exklusive ein paar Tage Pause zur Trojanerbekämpfung an denen das schlimmste war, dass ich nicht Pushng Daisies weiterschauen konnte) später bin ich durch mit der Serie und fange wieder von vorne an. Denn die Serie löst ein wunderbares 'Haaach. Photobucket-Gefühl aus. Und ein unstillbares Verlangen nach Pie. Und überhaupt, sie ist so schön bunt! Photobucket Und jede Folge endet mit einem wundertollen 'Squeeeee'-Moment. Haachedihach.

Inzwischen bin ich auch mit Wonderfalls beinah fertig. *hust* Und endlich darf mal wieder ein Amerikaner sich Lieblingsschauspieler schimpfen. Photobucket

Und übrigens darf man mich gerade Mouthbreather schimpfen. Meine Nase ist verstopft. *schnief*

Donnerstag, 14. Mai 2009

Too many damn cliff...

...hangers!

Okay, wer das Finale der 5. Staffel von Lost noch nicht gesehen hat, möge jetzt weglesen, denn ich werde jetzt spoilern. Massivst, und glaubt mir, dass wollt ihr nicht wissen, wenn ihr das Finale noch nicht kennt. Also: wech hier! Shoooo!

Ich hatte ja heute morgen überlegt, ob ich mir das Finale gleich anschaue oder doch erst heut abend und stattdessen mich mal der Arbeit widme. Dann postete Gamina im Medienjunkies-Thread, dass ich entweder von jetzt an nicht mehr mitlesen darf oder mitgucken muss. Nunja, ich kann ja wohl nicht 12 Stunden so einen wichtigen Thread aus den Augen lassen, ich bin ja Co-Mod und wer weiß, was dann passieren kann, und so. Also: mitgucken. Photobucket

Lost fängt also an, wir lernen Jacob kennen und sehen, dass die Statue tatsächlich noch relativ lange stand anscheinend. Pursi denkt erstmal nur "Ummmm. Ohhh." Artikulierter gehts noch nicht. Kleiner Nebengedanke: Jacob ist tatsächlich ein Schnuckelchen. :oberflächlich: Kate lernt Jakob kennen, und zwar ziemlich früh. Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass Jacks Plan wirklich nicht funktionieren kann, so wie Jacob schon extrem früh im Leben der Losties eine Rolle spielte.

Wir springen zu Jack und Richard beim Bombe holen, und dann zu Locke und Richard am Strand. Ich muss mich innerlich halb kaputtlachen, weil Richard wirklich überall zu sein schein. Nicht das ich mich beschwere. :oberflächlich: Gamina fügt hinzu, dass er auch überall herrlich verplant ist, und ich kann nur zustimmen. Photobucket Man holt die Bombe, Richard schlägt Eloise k.o. und richtet seine Waffe auf Jack und Sayid. Die sollen sich gefälligst selbst mit dem Zünden der Bombe befassen, wenn ihnen soviel daran liegt. Ich freue mich, dass Richard auch endlich mal jemanden bedrohen kann, und nicht ständig am anderen Ende der Waffe ist. Photobucket Gamina blickt mit Mutterstolz auf diese Entwicklung: "Sie werden so schnell erwachsen, nech? Photobucket"

Sawyer, Juliet und Kate schlagen wieder am Strand auf und treffen auf Rose und Dschungel!Bernard. Ich bin für einen Moment komplett verwirrt, aber ja, die müssen ja auch in der Zeit rumgesprungen sein. Die zwei haben sich ein nettes Altersdomizil im Dschungel eingerichtet. Ich bin begeistert als Kate sagt "Jack has a bomb!" und Rose meint "Who cares." Recht hat sie irgendwo. Juliets Enttäuschung als Bernard über ewige Liebe redet und Sawyer dabei Kate anschaut, bringt mich allerdings zum ersten Meh. Aber wie Bernard Juliet hinterherschaut, finde ich ja schon irgendwie seltsam.Photobucket
Ilana und ihre Gang kommen zu Jacobs Hütte und fackeln sie ab. Mich bringt das zu einem durchdringenden Hmmmmmmm. Irgendwas stimmt hier wirklich nicht. Jemand anders hat die Hütte benutzt? Und Locke ist plötzlich so verdammt aus darauf, jemanden zu töten, wofür er eigentlich keinen Grund hat. Hmmmmmmmmmmm.

Dann kommt Sawyers, Juliets und Kates großer Auftritt. Sie blockieren wie die Westernhelden die Straße, auf der Jack und Co. zur Swan rasen. "Uhhhhh! They are badd!" Sawyers kleine Unterhaltung mit Jack endet in einer Diskussion mit Fäusten. Kein Wunder, ich wär auch angepisst bei dem idiotischen Grund, und feuer Sawyer an: "Knock some sense into him!" Juliet greift ein, bevor Sawyer Jack den Kopf abreißen kann, und Sawyer beweist, dass er wunderbar dumm und sauer zugleich gucken kann, als Juliet jetzt plötzlich doch die Bombe zünden will. Ihre Erklärung bringt mich allerdings zu einem durchdringenden "Mieh. Photobucket" Zeitgleich postet Gamina zwei sehr langgezogene "Miiiiiiiieh!", was zum einen mal wieder beweist, dass wir einander channeln, um anderen mich aber fragen lässt: "Es kommt noch mehr Mieh? Ich war gerade erst beim ersten Mieh."

Locke hört nicht auf Richard. Ich bin entnervt. "Das ist doch schon wieder dum von allen Seiten. Photobucket" Wie-so will er Jacob umbringen? (Im Nachhinein fällt mir natürlich auf, dass ich am Anfang nicht richtig zugehört hab.) Jack wackelt mit seiner Bombe von dannen, der Rest sitzt beim VW-Bus und schaut Sayid beim Sterben zu (Mieh!), und Miles hat einen Einwand. Was wenn Jack mit seiner Bombe genau das bewirkt, was in der Zukunft passieren wird, und nicht verhindert? "HA! Er und die Hälfte aller Zuschauer vorm Fernseher, die das schon die ganze Zeit rufen! Aber auf uns hört ja keiner!" Man macht sich trotzdem auf, Phil nach, der mit einer Bande schießwütiger Dharmaisten vorbeikommt. An der Swan-Station angekommen übernimmt man die Situation, Radzinsky kriegt endlich eine rein, Jack wirft die Bombe in den Schacht, alle kneifen die Augen zusammen und warten auf das große BUMM! --- und nichts passiert. "Photobucket Joah. Ne?" Das war irgendwo klar. Klappt ja nie was, wie es soll. Mir vergeht das Lachen allerdings bald. Juliet stürzt in den Schacht. Photobucket Mieeeeeeeh! Photobucket Ich muss erstmal kurz anhalten, um Luft zu holen. *schnief*

Wir gehen zurück zu Locke und seinen Mordplänen. Die er relativ zügig und unter Mithilfe eines wirklich kindischen Bens in die Tat umsetzt. "Wie. So einfach ist das? Hmmmm." Ich bin ja nicht überzeugt davon. Und überhaupt: Altert Richard jetzt etwa? Geht uns unsere Konstante verloren, unser shiny beacon of hope for eternal beauty? :oberflächlich: (Ich seh gerade, dass ich den Witz nicht mitbekommen habe, als Sun Richard nach Schnaps fragt, und er sagt, er wünschte, er hätte welchen. Photobucket) Wir landen im Schacht, in dem, oh Wunder, Juliet noch lebt. Die Bombe ist dummerweise noch in einem Stück und liegt neben ihr, und sie fängt an mit einem Stein auf das verdammte Ding einzuprügeln. Und dann --- white light. Too.many.damn.cliffhangers!

Aber ich rege mich nicht auf. In einem Jahr an dieser Stelle wird die Serie zu Ende sein und ich werde traurig sein, dass es nicht mehr weiter geht. Dann lieber der Cliffhanger. (Aber verdammt noch eins!)