Montag, 16. Februar 2009

Come back to me.

Nen Spaziergang zur Videothek konnte ich mir heute nicht verkneifen, trotz oder gerade wegen des Schnees. Entchanted übergeh ich jetzt mal rezensionsweise, weil: wir wissen ja, dass ich den toll finde. Thhiiii. Daher:

Atonement: Was den Film rettet, sind seine letzten 10 Minuten. Das heißt nicht, dass der Film schlecht wäre. Die Bilder sind sehr schön, die Schauspieler toll, auch wenn ich Keira Knightley kaum verstehen konnte, wenn sie irgendwas gesagt hat. Aber bis zum Ende hatte ich ein großes WTF im Gesicht, denn mir fehlte schlicht und ergreifend das Ziel des ganzen. Man konnte viel Postmodernes erkennen, viel Fragmentarisches, aber es kam mir alles so offensichtlich vor, so deutlich darauf hinweisend und letztendlich kein bisschen raffiniert und furchtbar sinnlos. Das erklärt sich im Filmende: der Zuschauer hat das Buch gelesen, während er den Film gesehen hat. Es wird klar, dass er Brionys Sicht auf die Dinge gesehen hat. Und es wird auch klar, wie sehr der Film einem Buch ähnelt, wenn man das Ende sieht. Das erklärt auch die Symbolfarbe rot, die so unglaublich unpassend und auffällig in ihrer Schwesternkleidung und im Vorhang im Krankenhaus ist. Als Brionys Fantasie ist sie angemessen. Es erklärt die Poesie der Bilder in Dünkirchen. Im narrativen Zusammenhang des Films fand ich es nett anzuschaun, aber ziemlich sinnlos. Als Beschreibung von jemandem, der nie da war, funktioniert es. Der dritte Teil wirft ein völlig anderes Licht auf den gesamten Film, und darin liegt in der Tat eine gewisse Genialität. Dennoch hebt das mein McEwan-Trauma nicht auf, es bestärkt es eher noch. Daher 4 von 5 zerbrochenen Vasen.

Hmmmm. Ich glaube, das wars dann mit den McAvoy-Filmen, oder? Hmmmm. Ich glaube, ich geh mir nochmal Becoming Jane ausleihen.

2 Kommentare:

Elveny hat gesagt…

Ich bin der Meinung, dass ich irgendwas von McEwan gelesen hab, das ich toll fand. Aber Ich komm auf Teufelkommraus nicht mehr drauf, was es war. :gruebel:

Purslane hat gesagt…

Wenn ichs mal bis zu Ende schaffen würde, dann würd ichs vielleicht auch toll finden. Aber als ich Saturday gelesen hab, hab ich regelrecht gespürt, wie mir die Lebenszeit durch die Finger rann. :ugly: Und wie Luke so schön feststellt, man bekommt die Zeit nie wieder.