Montag, 16. März 2009

Die Widrigkeiten der Existenz als Tochter

Letztes Jahr hatte ich beschlossen, dass entweder ich den Geburtstag selbst ausrichte, oder nicht gefeiert wird. Und was haben wir dieses Jahr? Richtig. Verdammt noch eins. Und wehe, wenn ich mittags wieder heulend in der Küche stehe.

Ansonsten hat meine Mutter letztens den Satz mit "Solange du deine Beine unter mein Dach steckst" benutzt. Woraufhin ich beschloss, auf finanzielle Zuwendungen meiner Mutter zu verzichten, wenn sie doch nur als emotionale Selbstbestätigung gedacht und Druckmittel gedacht sind. Diesen emotionalen Schwitzkasten werde ich mir nicht geben, solange ich nicht muss.

Es ist aber auch immer wieder ein Kreuz mit den Müttern. Man macht und tut, damit sie einen einmal anerkennen, und bekommt doch nur ein "Wie, das ist unbezahlt?" Man arbeitet in einem zugigen Theater und holt sich eine Halsentzündung nach der anderen, und es erwartet einen doch nur die Frage "Warum ist die Hausarbeit noch nicht fertig? Ich dachte, die wär schon längst vom Tisch?" Man beschließt den eigenen Geburtstag selbst auszurichten oder gar nicht, und am Ende wird sich doch alles um Mutter drehen, und was sie gekocht hat, was sie gemacht hat, was sie getan hat. Ich sollte im nächsten Jahr wegfahren. Dafür, dass ich meinen Geburtstag hier verbringen wollte, scheint er nicht sehr vielversprechend zu werden.

Und womit verabschiedete sich Mutter gerade ins Bett? "Es ist es nicht wert, dass ich hier noch länger sitze." :nasehochinnichtmitdir: Äh ja. Entschuldigung, dass ich heute nur atme, aber wenig rede.

1 Kommentare:

Elveny hat gesagt…

Ach, Pursi, das tut mir leid. Solche Eltern-Ego-Trips sind in der Tat sehr anstrengend, kenn ich. Bei meiner Mum hat es sich zum Glück gelegt, seit sie wieder geheiratet hat :p

Will sagen - es geht vorbei.