Montag, 23. März 2009

Porto Tag 1 oder: Es ist warm!

Mein Tag beginnt für meine Verhältnisse abartig früh. Noch dazu mit einem spuckenden Penner im Bus nach Tegel. Ewwww. Mitreisende finden und Einchecken geht dafür relativ schnell. Wir fliegen Lufthansa, das heißt es gibt wenigstens Kaffee und Wasser umsonst. In Berlin fliegen wir zu spät los, weil es regnet und vor allem windet. Ich sitze zwischen Jeff Daniels und Dr Marvin Candle. Und Jeff Daniels hält andauernd seine verdammt Zeitung vors Fenster. In Frankfurt landen wir eine halbe Stunde in der Warteschleife, weil alle Verspätung haben und es windet. Das ist der Punkt an dem ich mein Reisebuch auspacke. (The Gun Seller von Hugh Laurie. Buchliste wird angepasst, wenn ich mal Zeit habe.) Landung in Frankfurt ist etwas wacklig, und mei, was ist dieser Flughafen groß und hässlich. Und keine gescheiten Fressbuden hinter dem Check-In. WTF? Die gibts doch sonst überall. (Also auf den drei anderen Flüghäfen auf denen ich war. :ugly:) Wir tigern also ein wenig umher auf der Such nach essen und schlagen dann eine Stunde tot, bis es in den nächsten Flieger geht. Wieder mit verspätung. Aber: bei diesem Flug gibts Essen. Nicht lecker, aber der Hunger treibts rein. Danach falle ich erstmalins Fresskoma und schlafe keine Ahnung wie lange. Als ich wieder aufwache gehts schon bald an den Landeanflug auf Porto, meine Rückenschmerzen hab ich mal eben weggeschlafen (jetzt sind sie allerdings wieder da), und ich sehe den Atlantik von oben, Strand und sehr viel grünes Portugal. Es ist so grün, weil es hier soviel regnet, wird uns später erzählt. Aha. Nunja, heute regnet es nicht. Dafür ist es warm, und ich mach mir gar nicht erst die Mühe, meinen Wintermantel wieder anzuziehn.

Das Gepäck hats auch heil überstanden (auch wenn mein Koffergriff heute morgen noch ein bisschen mehr nachgegeben hat) und wir machen uns auf den Weg die Metro zu suchen. Eine deutschsprechende Dame hilft uns. WTF? Dafür lassen uns ein portugiesisches älteres Pärchen beinahe nicht mehr aus dem Fahrstuhl. Auf mein englisches 'We have to get out!' bekomme ich nur einen 'Pech gehabt!'-Blick. Der Herr erbarmt sich dann aber doch und lässt uns raus. Ich beschließe, dass ich Basiskenntisse Portugiesisch brauche. Wir freunden uns dann mit den seltsamen Fahrkartenautomaten an und den vollelektronischen Entertungsautomaten. Huiii, Technik. Dann gehts auf zum Hotel. Auf der Fahrt bewundere ich noch einmal die grüne Landschaft, die tollen bunten Häuser, und die Orangen, die an den Bäumen hängen. Ich hatte ja halb lamentiert, dass ich den Frühling zu Hause verpasse. Papperlablah, ich krieg ihn glatt zweimal dieses Jahr. :D An der Metrostation in der Stadt quatschen wir dann auch mal die Gruppe junger Leute an, die aussieht, als hätte sie das gleiche Ziel wie wir. Die Gruppe ist die aus Prag, mit der irischen Dozentin, bei der ich ab morgen auch das Seminar habe. (Sie hat ein Hippie-Outfit an. Thihiii!) Sie weißt uns auch gleich den Weg über die Rotunda da Boavista Richtung Hotel. Check In und so klappen hervorragend, wir gehen aufs Zimmer, machen uns frisch, ziehen Dinge aus (Es ist zu warm! Über 20° und schwül und ich hab nur ne Winterjacke mit und die dicken Winterschuhe!) und gehen dann wieder hinunter um uns mit den Gastgebern zu treffen und uns die Uni zeigen zu lassen.

Die Uni ist seltsam und labyrinthartig, aber zum Glück recht dicht am Hotel. Und hier laufen Menschen in Harry Potter Cloaks rum! Anscheinend ist es hier Sitte die Erstsemester zu triezen und zu schlagen (wörtlich). Hat man das überstanden, dann darf man den Umhang tragen und selber triezen und schlagen und als sichtbares Zeichen dessen bekommt man den Umhang. Aber ernsthaft, macht man denen nen Schal um, dann sehen sie aus wie von Slytherin. Nach einer Führung durch die Uni gehts dan in die Mensa. Kulturschock der nächste: hier haben Menschen bis teilweise um ein Uhr nachts Uni. Ähhh, nee, definitiv nicht. Nunja, nach dem Essen suchen wir noch den Supermarkt heim und schlagen wieder im Hotel auf. Und jetzt sitz ich im Foyer und blogge. Und gerade kamen die Dozenten hereingewandert, während ich im Schaufenster sitze und blogge. :ugly:

Plan für morgen: weniger warme Schuhe besorgen. Kann nicht im Foyer mit meinen englsichen Stiefeln sitzen.