Sonntag, 26. Juli 2009

"Wat em daldrückt, weer wider nix as de grote Stadt ...

... un dat Heimwee na Feld un Woold kunn he ni dwingen."

Dieses und die folgenden Zitate stammen aus Dre Vertelln von Johann Hinrich Fehrs, geschrieben um 1880. Und nachdem ich heute mal wieder Natur pur im Drömling genossen habe, könnte ich das Buch seitenweise zitieren. Das erste finde ich einfach nur wunderschön geschrieben.

"As wi uns mal vertöörnen un uns haun deen, müssen wi an den Snidertisch kamen un em de Saak vertellen. He seeg uns över de Hoornbrill heel drang an, denn neem he Nadel un en dennigen Tweernsdraat un nei uns baben an de Schullern un bi de Büxentasch fast tosamen; seggen dee he darbi nix. Dat weer en harde Straaf, wat hebben wi weent! Aver holpen hett dat, wi hebbt uns von den Dag an ni wedder vertöörnt, sünd frö Frünn waarn un Frünn bleben bet an 't Graff - wat Snider Bornholt tosamen nei, weer ümmer op de Duur."

"De Natuur is en wunnerbar Ding. Se is mit all eer Herrlichkeit dat allerbeste Speeltüüch för Kinner; för den eernsten Mann aver un för dat Öller is se ein Welt voller Wunner, de uns mit allerlei Fragen de Gedanken opwöölt un den Nacken böögt, dat wi beden leert."

Und das folgende spricht mir so aus der Seele:

"Du denkst jo sach anners", see de Ool to mi. "Aver noch kommt mi en grote Stadt bina as en Dullhuus vör. Wat hett de Minsch dar von de Welt un von sien Leben? Dat harde Steenplaster ünner sik, hoge Muurn op beide Siden, över 'n Kopp en smallen Stremel von den Heben, de von Daak un Qualm gries un grau is; de Blomen in 'n Gaarn, de Bläder op 'n Boom - allens voller Stuff un Smook ut Straat un Schosteen, keen Vagel as de Dacklünn, de hier bina swart un heel unverschaamt is, de Peer vör de Stratenkutschen meistendeels so trurig, as wenn se den Schinner von 'n Platz stalen sünd, un de Minsch? De Riekdoom över de Maten riek, sitt hooch to Wagen un kiekt mööd un gliekgüllig över den Swarm weg, de üm em rmkrabbelt; de Armoot mit holle Ogen as de Dood, smerig un häßlich, in Palten un veelmals so frech, as harr se alle Schaam den Kopp afbeten. Allens rönnt un löppt un schachert un gröölt; dat ool schrum
pelige Fischwief jault as en Kater achter 't Finster, de Juud toritt een bina den Rok un wiest of sinen Plünnladen, oder he schriggt een de Oren twei, man schall em ut Barmhartigkeit doch en Stück Tand un Band afköpen. Dartwischen bölkt dat: Pipenreimers! - Labennige Bü...tt! Waterwaag! KArabb, Karabb! un Kappler Böckeln! Un dat allens in en hitte, dicke Luft, de man lepeln kann un de na allens stinkt, wat utropen warrt oder in den Rünnsteen swömmt. Mitto rüükt dat bi uns ok ni schöön, aver unsen Herrgott sien reinen Aten, de Wind, hett doch de Babenhand; wi hebbt hier ok Armoot, aver de hett en helen Rock an, wenn se will, un kann sik doch freun över de blöömte Wisch un dat Koornfeld, wo sik de Wind in weegt, över de Lerch un Drossel und Nachtigall, kann ok von widen den Karkentoorn seen, de as en Finger na baben wiest, se hett dat schöne Morgen- und Abendroot un nachts den widen steernklaren Heben, de uns de Ewigkeit predigt."

Haach. Hachedihach. Und ich hab erst fünf Seiten gelesen.

Donnerstag, 2. Juli 2009

X marks the Spot!

Ich wollte auch mal wieder bloggen, aber dummerweise macht mich die Hitze im Moment zu träge. Außerdem befinde ich mich in einem von Pizza induzierten Fresskoma. Darüber, dass mir die Firma ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Hyatt bezahlt, hab ich heute auch schon hinreichend geredet. (HA!) Morgen gehts heim, und da ich heute auch nur noch Zeit totschlage, bloggen wir doch mal die Zimmeraussicht der letzten Tage:

Das Gekrissel ist übrigens Regen:






X marks the Spot:






Wölkchen verbunden mit der Entdeckung der ISO-Einstellung an meiner Kamera:






Wir beachten die hässlichen Häuser da nicht. Wir stellen uns einfach vor, das sind Bäume.






Und ich geh jetzt weiter Babylon 5 gucken.