Donnerstag, 17. September 2009

Ein gewichtiger Unterschied.

Ich habe heute festgestellt: ich kann meine Hose ohne Gürtel tragen und ich bleibe trotzdem züchtig bedeckt. Ein Blick auf die Waage ergab, dass ich etwas über ein Kilo zugenommen habe. Gut zu wissen, dass das auch direkt ohne größere Umwege auf den Hüften landet.


Nun gehörte ich ja zur Fraktion derer, die unter der Dusche hin und her springen müssen um nass zu werden*, und die sich bei Sturm größere Steine in die Taschen stecken um nicht wegzufliegen. Im Sommer frage ich mich, ob ich einen Bikini finde, der klein genug ist, im Winter beklage ich mich über mangelndes Isolierfett. Charmante Nachbarn sagten zu mir, dass ich früher viel besser ausgesehen hätte. Damals, als ich noch jung war. Als wir hierher gezogen sind, ging ich zweimal die Woche zum Sport, kam jedes Wochenende von der Uni nach Haus und aß ordentlich. Doch fünf Jahre in Berlin ohne Sport, mit Umwelttress, Arbeitsstress, Unistress und Zukunftsstress, und schlechter Ernährung aufgrund einer Mischung von Geldknappheit, verrauchter Küche und schlichter Faulheit haben mir einige physische Gebrechen beschert und mich einfach tierisch abmagern lassen. Die Knochen standen überall raus, meine Körbchengröße schrumpfte, und bei Sturm fingen meine Knochen an zu klappern. Seit zwei Monaten aber bin ich die meiste Zeit auf dem Land, wo ich es auf drei Mahlzeiten pro Tag bringe und auch noch Bewegung habe. Inzwischen kann man auf meinen Rippen auch nicht mehr Klavier spielen, und ich fühle mich einfach weitaus besser. Demnächst sollte ich dann mal wieder mit dem Sport anfangen, sonst geh ich auf wie ein Hefekuchen.


* Wir danken dem Forum für dieses tolle Bild.

EDIT: Weil die Nithy fragt: Mittwoch schwang ich mich früh aus dem Bett um trotz unzulänglicher Verkehrssituation rechtzeitig am Bahnhof zu sein und nach Haus zu fahren.