Freitag, 18. Dezember 2009

Der Tag der kleinen Katastrophen

Heute war der Tag unendlicher Freude. Nein, ich meine nicht Heiligabend, sondern Masterarbeitsabgabetag. Dummerweise schmiss dieser Tag ständig mit irgendwelchen Schneebällen nach mir, so dass für Freude kaum noch Zeit blieb. Es fing damit an, dass ich zu spät aus dem Bett kam. Also schnell angefangen zu packen. Ich hatte den Laptop schon abgebaut, da erzählte das Radio was von Stellwerkproblemen und Zugverspätungen. Zwar nur in Hannover, und mein Zug kam aus Hamburg, aber naja, bei der Bahn weiß man ja nie. Also den Laptop wieder raus, angemacht, festgestellt, dass mein Zug pünktlich ist, wieder eingepackt, panisch weitergepackt. Der Hund hatte sich derweil schon traurig auf der Jacke zusammengerollt. Mein armes Schnütchen.

Der zweite Schock kam beim Fahrkarte-Kaufen: der Automat wollte mein Ticket nicht ausspucken. Ich griff ihm beherzt in den Ausgabeschlund und stocherte ein wenig herum, bis ich mein Ticket auch in Händen hielt. Das war allerdings schon der zweite Schreikrampf. Die Fahrt nach Berlin verlief recht ereignislos, von einigen Zwischenstops mitten im Nirgendwo mal abgesehen. In Berlin schliff ich meinen Koffer dann direkt Richtung Uni durch S-Bahn, U-Bahn und nochmal U-Bahn. Treppe rauf, Trepe runter. *schlepp* In Dahlem angekommen begann das nächste Fluchen: hier hatte es geschneit. Und statt den Schnee von den Wegen zu fegen hatte man Schotter draufgekippt. Das macht sich so richtig gut, wenn man da mit einer Tasche rüber will, die Rollen hat. Und das Beste daran war, dass die Wege auch immer noch glatt waren. *rutsch*

Der Hauptpunkt des Tages ließ sich dann auch recht schnell und problemlos abhaken. Allerdings war ich danach dann nicht euphorisch, freudestrahlend, außer Häuschen und gelöst fröhlich, sondern einfach nur müde. Nach einer Stunde U-Bahnfahrt fiel ich zu Haus auch erstmal ins Bett; im Zimmer wars arschkalt, von daher war das eh die beste Idee. Irgendwann hatte ich noch ausgepackt und mich dann wieder da eingerollt, wo es warm war. Eine Stunde, bevor ich zur Arbeit musste, stand ich auf um zu duschen und stellte fest, dass der Schwimmer der Gästetoilette nicht mehr schloss und es so fröhlich vor sich hin rieselte. Nachfrage bei der MiBeWo ergab, dass das schon seit gestern so war. Ich überlegte, ob ich mal eben einen Schreikrampf bekommen sollte oder die Canard-Methode gleich angemessen wäre. Nein, dass kann man ja nicht verlangen, das man mal die zwei Etagen zum Hauswart runtergeht und Bescheid sagt, das was kaputt ist. Man ist ja krank und bekommt Besuch. Nee, da warten wir, bis die Pursi da ist und kurz davor ist, zur Arbeit zu gehen, und dann merkt sie das und regelt das. Argh. In dem Zuge hab ich auch noch erfahren, dass die Heizung kaputt war, weswegen die Uhr am Thermostat vollkommen verstellt war und irgendwelche sehr seltsamen Einstellungen vorgenommen waren, damit es denn irgendwie tagsüber heizt. Anscheinend sind die Mitbewohner auch zu dämlich um das richtig zu machen. Brot kann wenigstens schimmeln, aber was könnt ihr eigentlich?

Die lustigen Überraschungen bei der Arbeit spare ich mal aus. Inzwischen will ich wirklich nur noch ins Bett. Morgen kommt der Dings und tauscht den defekten Spülkasten aus. Halleluja.

Dienstag, 8. Dezember 2009

... lieber Heinrich, lieber Heinrich...

Da hab ich mir ja ein schönes Eigentor geschossen mit dem Titel des letzten Blogeintrags und mir einen herrlichen Dauerohrwurm verpasst. :ugly: Ich hoffe, dem Rest des Forums geht es auch so. :ugly:

Am Wochenende hab ich übrigens die weihnachtliche Backorgie hinter mich gebracht. Alles sehr schick geworden (lecker kann ich nicht sagen, weil mich bisher noch kein Verlangen nach Keksen überkam :ugly:), außer die Mandelkränze. Ich habe noch nie eine Masse erlebt, die mir vor lauter Schwerkraft aus dem Spritzbeutel gelaufen ist. Und dann runter von den Plätzchen. So schnell konnte ich gar nicht das Blech vollmachen, wie das gelaufen ist. Beim zweiten Schwung hab ich dann einfach noch einen Schwupp gemahlene Mandeln dazu gemacht, dann ging das halbwegs.

Die Mandelkränze waren sowieso das reinste Drama. Es fing damit an, dass ich Mandeln mahlen wollte und die Resttüten aus den Schränken fischte. Ich hatte beinahe meine 125 Gramm zusammen, als ich noch ein paar Mandeln aus einer weiteren Tüte fischte, in die Mühle warf, anfing zu mahlen und feststellte, dass die Mandeln komisch aussahen. Sie hatten kleine Löcher. Die so aussahen wie Gänge. Und es war auch noch soviel kleines Zeug in der Tüte. Eeeek. Die waren schonmal bewohnt gewesen. Eeeew. Das Mandelmehl wanderte also in den Müll, und nachdem ich alles gesäubert hatte, ging der Spaß von vorne los. Nur hatte ich jetzt nur noch gehackte Mandeln. Die immer wieder in größeren Stückchen durch die Mühle gerutscht kamen. So dass ich alles zweimal mahlen durfte. Argh, glaubt mir, diese Kränze sind mit großem Schmerz erkauft. :ugly:

Übrigens blogge ich eigentlich hauptsächlich, um diese tollen Christian-Bale-Icons spazierenzuführen, die auf meinem Rechner so versteckt sind. Huuuuiii.

Montag, 7. Dezember 2009

Wenn der Topf aber nun ein Loch hat...

Ich gebe mal eben bekannt, dass ich zwei Wochen vor Abgabe der Masterarbeit mit dem Gröbsten durch bin. Diese Woche wird fertig korrigiert und die Bibliographie fertig getippt, das ist zwar nochmal anstrengend und zeitaufwendig, aber machbar. Am Montag geht das Ding dann zum Drucken und Binden und dann wird abgegeben. Und alles bisher ohne größeren Nervenzusammenbruch. Halleluja. Jetzt darf ich nur eine Woche lang Zweifel zum Inhalt bekämpfen. Für mich ist das alles inzwischen so durchgekaut, alle neuen Ideen sind alt, alle strahlend-neue Erkenntnisse sind nur noch müde flackernde Lämpchen. Aber das geht mir immer so bei solchen Arbeiten. Der Schlussteil gestaltet sich auch so ein bisschen schwierig im Moment, mir fehlt da im Moment ein bisschen der rote Faden und der finale Kalleffekt.

Allerdings darf ich mir nun so langsam ausdenken, wie ich meine Tage plane, jetzt wo ich nicht mehr 12 Stunden am Schreibtisch angenagelt bin. Es war eigentlich recht nett, genau zu wissen, was am nächsten Tag so anliegt. Ich meine, ich bezweifel, dass ich in ein tieferes Loch fallen werde, dazu gibt es im allgemeinen noch einiges zu tun. Im Notfall kann ich anfangen die Verteidigung auszuarbeiten, die möchte ich nämlich im Januar oder Anfang Februar hinter mich bringen. Nur möchte ich Weihnachten tatsächlich abschalten. In den Tagen davor steht hauptsächlich putzen und aufräumen auf dem Plan. Vielleicht schafft die äußere Ordnung dann auch ein bisschen Klarheit im Kopf.