Donnerstag, 25. Februar 2010

Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder...

Heute war der Tag, wo der Schnee ernsthaft anfängt zu schmelzen, wo der Himmel blau ist und die Sonne einem schon den Rücken wärmt. Ich hatte den ganzen Tag einen Blick auf die Spree und habe zum ersten Mal gesehen, dass am anderen Ufer ein Grasstreifen ist. Da tummelten sich unter Mittag auch recht viele Berliner und genossen die Sonne. Ich bin erstmal gespannt, wies zu Hause aussieht und ob schon Blumen im Garten herausgucken aus der Erde.

Ansonsten bahnt sich gerade wieder ein Vorstellungsgespräch an, wenn auch leider nur für ein zweites Praktikum. Schaden kanns aber trotzdem nicht. Ich werd eh erst nach dem Gespräch wissen, wie es weiter geht. Ich bin gespannt und so langsam lässt das 'Mimimimi hättet ihr nicht mal eher' auch wieder nach.

Montag, 15. Februar 2010

Wie die Zeit vergeht

Jetzt, wo die Uni soweit erledigt ist, kann ich die Abende neben Jobsuche, Einstellungstests und Dings darauf verwenden das Chaos zu beseitigen, das hier in der Wohnung schon ewig herrscht. Die Ewigkeit konnte man am besten an der Ablage des Papierkrams feststellen. Da fand ich Lohnabrechnungen und Bankauszüge von 2008, die noch fest verpackt in ihren Umschlägen in der Briefablage steckten. Ich dachte, ich hätte letztes Jahr wenigstens einmal die Ablage erledigt. Da merkt man, wie die Zeit vergeht.

Diese Woche wird wohl nur noch etwas Wohnraumoptimierung stattfinden, damit ich die Herdplatte permanent wohin stellen kann. Nächste Woche ist mein Bruder hier, da ist das Zimmer zu voll, um groß was zu räumen. Und danach will ich die Unisachen sortieren verstauen. Pfuh, da wird nochmal ein Akt.

Freitag, 12. Februar 2010

Der Fluch der Ehrgeizigen

Wenn man bei einer Arbeit auf eine 1,0 abgezielt hat, dann ist man natürlich über eine 1,3 ein wenig enttäucht. Für alle, die mir jetzt eins über den Deckel dafür ziehen wollen, macht ruhig. Ich vertrete zwar generell die Ansicht, dass das Leben kein Wettlauf ist und ich mich nicht mit anderen vergleichen muss, aber wenn ich weiß, dass ich etwas hätte besser machen können, dann ärgert mich das. So wie jetzt. So ein bisschen. Außerdem nimmt man sich Kritik meist mehr zu Herzen als Lob. Und Lob gabs auch sehr viel. Besonders "Die Arbeit ist sorgfältig erstellt und zeugt von großer Vertrautheit mit der Materie, ohne in die unkritische Perspektive des Fans zu verfallen." Das hat mich gefreut.

Und auch die Kritik hat ihre Berechtigung und ist für mich ein Ansporn, es besser zu machen, sollte ich denn promovieren wollen. Was mir meine Professorin auch nahegelegt hat. Das freut mich auch.

Und jetzt? Jetzt gehts erstmal heim. Das Wochenende wird zum Abschalten und sich sortieren genutzt, und dann muss ich Informationen sammeln über meine Möglichkeiten, überlegen, was ich will, und im Allgemeinen meine Möglichkeiten ausloten. Ich weiß, wo ich hin will, und das will ich mir irgendwie ermöglichen. Da will ich mich nicht vom Feigenbaum entmutigen lassen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Mich überkommen ja ...

... doch die Zweifel, ob Muttern nicht recht hatte. "Lern was Ordentliches!" hat sie gesagt. "Warte lieber noch mit der Zusage!" hat sie gesagt. "Werd nicht schwanger!" hat sie gesagt. Naja, wenigstens an eins von dreien hab ich mich gehalten. Für das Erste isses jetzt aber eh zu spät, und für das Zweite eigentlich auch. Ich kann ja auch nicht ahnen, dass sich eine Firma nach vier Wochen nochmal meldet. Hätte ich gewartet, hätte ich mich noch etwas besser auf die Verteidigung morgen vorbereiten können. Andererseits wär nicht sicher, ob ich dann ab April was habe und vielleicht wär ich noch panischer.

Andererseits ist das finale Ziel aber doch, in der Heimat was zu finden. Daran werd ich dann ab nächster Woche wieder arbeiten. Es macht mich ganz wuschig, dass ich nicht die Stellenbörsen nach Anzeigen absuchen konnte in den letzten Wochen, weil ich anderes zu arbeiten hatte.

Aber Oh Mein Gott, ich hab morgen Verteidigung. Und Oh Mein Gott, ich werde wahrscheinlich meine Note erfahren. Oh Mein Gott, ich werde furchtbar unzufrieden sein. OhmeinGottohmeinGottohmeinGott.

Irgendwann, wenn ich das alles geschafft habe, kann ich mich hoffentlich trotzdem einfach hinsetzen und einen darauf trinken, dass ich das alles ohne schwerwiegende Krisen hinter mich gebracht habe. Falls ich heute abend nicht noch einen Nervenzusammenbruch kriege.

Mittwoch, 10. Februar 2010

"Gibt es keine Sonne in diesem verfluchten Land?"

Wurde gerade im Fernsehen gefragt, passt aber auch zum Wetter. Ich schaue mal wieder Robin Hood und ärgere mich darüber, dass nachsynchronisiert wurde. Verdammt, ich kenne die alte Version auswendig mitsamt Intonation, da stört mich diese lasche Neusynchro ganz gewaltig. Ich muss wohl mein altes Video davon auch aufheben.

Ansonsten freue ich mich ja über meinen Körper. Ich meine, es --- ahhh, sie haben den Sheriff neu synchronisiert! Ich glaube, jetzt muss ich wegschalten. Whoa, ist das grausam. Und dabei hat er den besten Text! Der Löffel! Wo war ich? Ach ja, der Körper. Ich meine, ich bin ja recht dankbar, dass mein Körper erst zwei Tage vor meiner letzten, finalen, allerletzten und entscheidenden Uniprüfung anfängt mich mit Stressdingen zu quälen. Dafür kommt es gerade ein bisschen geballt. Magen, Lunge könnte sich alles so ein bisschen einkriegen. Und dann war da noch eine Email, die mir jetzt eigentlich nicht so passend kam. Aber naja, mal sehen, was daraus wird. Jetzt gibt es jedenfalls erstmal was zu futtern.

Freitag, 5. Februar 2010

Forum?

Forum noch bei wem weg? Kann ich nichtmal meinen Frust über diese dämliche Ziege loswerden, mit der ich zusammenwohne. Die mir großkotzig erzählt hat, dass da so ein paar Leute zu ihrem Geburtstag kommen, aber um 12 gehen sie dann wieder. Hätte sie auch gleich sagen können, dass sie 12 Uhr Mittags am nächsten Tag meint. Prinzipiell wär ja auch alles okay gewesen, wenn die nicht die Tür aufgelassen hätte. Mir war selbst mit Kopfhörern nicht viel zu helfen. Wenn ich die mit Tiernamen beschimpfe, dann tu ich den armen Tieren Unrecht. Ich habe Ziegen kennengelernt, die rücksichtsvoller sind.

Boah ey.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Warten auf den Frühling

Heute hat mich zeitweise wirklich mal die Sehnsucht nach dem Frühling gepackt. Wenn die Sonne wieder wärmt, wenn die Blumen wieder blühen und die Vögel wieder zwitschern (auch wenn ich dann wieder Mitleid mit Alca haben muss), wenn ich abends mit meinem Hund im Sonnenuntergang spazieren gehen kann, und wenn es überhaupt so schön auf dem Land ist.

Und dann geht mir auf, dass ich davon hier nicht viel haben werde. Egal, was ich auch mache, ich muss irgendwie raus aus dieser Stadt. Es ist mir hier einfach zu eng. Aber wenn ich dann über meine Zukunft nachdenke, dann könnte ich schon wieder in Depressionen versinken. Und dann hab ich wieder Sehnsucht nach dem Frühling.

Dienstag, 2. Februar 2010

Maaaann, kann mal einer den Stress abstellen?

Hach, die Freuden einer 40-Stunden-Arbeitswoche, neben der man noch seine Verteidigung vorbereiten darf. Da kommt man dann abends um kurz vor halb acht nach Haus, macht sich nen Kaffee und fängt an, am Eingangsstatement weiterzuarbeiten. Könnte ich meine Synapsen länger als zwei Stunden zusammenhalten, wäre ich wohl schon letzte Woche fertig geworden, aber so passiert das Ganze häppchenweise. Dazu dann noch ein bisschen anderes Zeug und schon fühlt man sich, als hätte man drei Jobs.

Zusätzlich bin ich auf der Suche nach einem vierten, denn irgendwann muss ich ja auch mal leben können von dem, was ich da tue. Heute hatte mich auch ganz heftig die Unzufriedenheit und Unruhe gepackt und ich habe mal ein bisschen rumgesucht. Nuja. Mal sehen, ob das irgendwohin führt. Dafür bin ich jetzt tierisch müde, kann aber die Finger nicht stillhalten. Und im Fernsehen kommt nur Twelve Monkeys, das verbessert meine Stimmung auch nichtmal minimal.

Gestern nacht hab ich noch die letzte Episode von Dollhouse geschaut. Sehr schön. Ich finde nur, sie haben die falschen Männer um die Ecke gebracht. Ich weiß ja, um das Drama zu erhöhen, tötet man gerne mal Leute, aber ich finde das wahnsinnig oft wahnsinnig sinnlos. Topher hätte bestimmt auch noch ne Fernbedienung für dieses Ding bauen können. Und Paul hätte ruhig mal weniger labern und den Kopf runternehmen können. Und warum Alpha das Dollhouse unbedingt verlassen musst, das versteh ich erst recht nicht. Naja, wenigstens wurde er nicht wie ein Blatt im Wind mitten im Flug von einem Dings aufgespießt. Kann mir gar nicht vorstellen, wer sich sowas ausdenken könnte.