Montag, 26. April 2010

Der Fluch der Dinosaurier

Dinosaurier verfolgen mich ja. Meistens in meinen Alpträumen, und genauso einen hatte ich letzte Nacht mal wieder. Ich habe, seit ich Jurassic Park mit zarten 12 Jahren gesehen habe, einfach höllische Angst vor den Viechern. T-Rexe sind besonders schlimm. Beim Rest kommts drauf an, wie es guckt.

Nunja, letzte Nacht hetzten mich also mal wieder ein paar Dinos durch die Gegend. Irgendwann habe ich plyschologisierend mal erkannt, dass die Dinos meistens für eine bestimmte Angst stehen. Was die derzeitige Angst ist, dürfte klar sein, bleibt nur noch die Frage, was mir mein Unterbewusstsein heute nacht genau mitteilen wollte. Und hier wirds abstrus: erstmal erkannten ich und die Gruppe Menschen um mich herum, dass die Dinos nur spielen wollen. Die schauen einmal um die Ecke, und wenn man dann schreien und händewedelnd das Weite sucht, dann stufen sie einen als Gefahr ein, kommen hinter einem her (und sie sind schneller) und fressen einen auf. Bleibt man ruhig und still, wie uns das Dr. Sam Neill erklärt hat, schauen die Dinos noch ein zweites Mal ums Eck, und ist man dann immer noch ruhig und still, dann mögen sie einen und sind treuere Freunde als jeder Hund. Äh ja, wertes Unterbewusstsein, die Botschaft 'Don't panic!' hättest du mir auch ohne Dinosaurier schicken können.

Aber mein Unterbewusstsein wusste mich auch noch zu erschädigen. Als Retter in der Not schickte es mir Michael Trucco, der in meinen Traum spazierte, gar tollig war und die bösen Dinosaurier vertrieb. Ich deute aber noch daran, was genau das jetzt bedeuten soll.

Donnerstag, 22. April 2010

Hab ich eigentlich erwähnt,...

... das ich Lost toll finde? Es jammern ja viele, dass das alles vollkommen wirr ist oder dass es so planlos wird und die anscheinend nie darüber nachgedacht haben, wie sie das ganze zu Ende kriegen und wäh, aber ich finde, wenn jemand es schafft die wichtigsten Ereignisse aus 5 Staffeln in einer Parallelwelt in komprimierter Form noch einmal zu erzählen, dann ist das zwar viel Info, aber nicht unbedingt wirr. Ich wette, Desmond gehen glatzköpfige Leute immer noch am Allerwertesten vorbei.

Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich jetzt auch zur fahrradfahrenden Bevölkerung Berlins gehöre? Mit meinem blauen Blitz aus dem Hause Diamant bin ich jeden Tag zur Arbeit unterwegs. Okay, mein Blitz ist mindestens 30 Jahre alt, die Reifen stehen kurz vorm Zerfall, ich warte nur darauf, dass mir die Handbremse mal um die Ohren fliegt und ich will nie nie nie im Dunkeln fahren, weil ich bei dem Dynamo auch gleich schieben kann, aber das Fahrrad ist noch immer so blau wie am ersten Tag. Das kam übrigens so mit dem Fahrrad: ich bekam ein Schreiben, dass ich mein Zeugnis beim Bahnhof abholen kann, denn die Post hatte mich bei der Zustellung nicht angetroffen. Ist ja auch kein Wunder, ich arbeite ja jeden Tag. Es war aber schon April und der poststudentische Geiz war bei mir ausgebrochen: 4 Euro für eine Fahrt über eine Station oder das Fahrrad, 4 Euro oder das Fahrrad. War klar, was gewinnt, oder? Also strampelte ich nach der Arbeit los und holte mein Zeugnis. Hab ich eigentlich erwähnt, dass eine 1,1 als Abschlussnote drauf stand? Nein? Na sowas aber auch. Nachdem ich heute bei der Arbeit einmal mit Lob überschüttet wurde, wollte ich mir das auch mal wieder ins Gedächtnis rufen. Falls also jemand ne Übersetzerin sucht, ich kann was und bin auch noch gut darin. :-)

Mittwoch, 21. April 2010

Elanor und Niphredil...

So, der Winter wär dann auch mal blogweise beendet. So *nachobendeut*sah es um Ostern rum im Wäldchen hinter dem Dorf aus. Wilde Narzissen, die den ganzen Waldboden bedeckten, und dazwischen Buschwindröschen. Ich weiß nicht, welche Blumen Tolkien im Sinn hatte, als er von Elanor und Niphredil sprach, aber mir fiel's spontan ein, als ich in dem Wäldchen stand. Das schönste, was ich seit langem gesehen hatte.

Ansonsten ist inzwischen auch mein Garten enttaut und bebaut. Die ganzen Blumenzwiebeln vom letzten Jahr sind aufgegangen, die Rosen hab den Frost alle überstanden, auch wenn ich das komplette alte Holz abschneiden musste. Hauptsache, Vaters schöne Rose, die mit den kleinen gelb-orangen Blüten, die so gut riecht, treibt wieder aus und kommt zum Blühen. Meine selbstgezogenen Tomaten werden im Moment abgehärtet am Wochenende, und ich hoffe, die halten sich noch solange mit dem Wachsen zurück, bis ich sie pflanzen kann. Aber die Woche kommt mir immer noch länger vor im Moment, und das Wochenende verfliegt so furchtbar schnell. Das Heimweh wird von Woche zu Woche schlimmer. Aber wir arbeiten ja dran.

Montag, 12. April 2010

*seufz*

Manchmal habe ich das Gefühl, dass das alles nie funktionieren wird. Dass ich nie den Start in die Berufswelt schaffe, dass ich es nie schaffen werde, aus Berlin wegzukommen, dass ich nie das bekommen werde, das ich möchte. Montags ist es ganz besonders schlimm, so dann auch heute. Außerdem hab ich mich heut mit lauter Bürokratiemist rumgeplagt und werde es weiter tun. Und danach kann ich meinen Frust mit einem Spaten im Garten auslassen, bevor ich dann wieder in die versiffte Großstadt zurück muss. Ich bin es so leid, meine Zeit an einem Ort verbringen zu müssen, den ich hasse wie die Pest, weil die Konsequenzen noch unamüsanter wären.

Ich versuche das alles zwar so gut wie möglich durchzustehen, aber manchmal ist es einfach nur zum Kotzen.