Sonntag, 13. Februar 2011

Tag 4 – Dein Hassbuch

Hass ist ja generell ein hartes Wort, aber wenn wir davon ausgehen, dass ein Hassbuch eines ist, das man vor Frust beim Lesen irgendwann weggepackt hat und bei dem man sich sicher ist, dass man es nie zu Ende lesen wird, weil das Leben zu kurz ist für Bücher, die einen nerven, dann ist mein definitives Hassbuch James Fennimore Coopers The Last of the Mohicans. Wobei ich mir dabei nicht 100%ig sicher bin, es ist schon ein Weilchen her, dass ich das Buch augenrollend weggepackt habe. Aber ich meine, dass mich Coopers patronisierende Art gegenüber den edlen Wilden und den weiblichen Hauptdarstellern des Buchs sehr frustriert hat.

Selten sind Frauen in einem Buch so sehr Objekt zum Verherrlichen oder Entführen wie in diesem. Bei jeder Lobeshymne auf die holde, edle, gute, mütterliche Cora schüttelt's mich. Die Männer sind die, die handeln, denn wir wissen ja, Frauen können sich nicht selbst schützen, helfen oder für sich selbst sprechen. Das dann auf etwas über 400 Seiten, die die doch eigentlich spannende Geschichte ungeheuer lang erscheinen lassen - da schaue ich mir lieber den Film an. ;-) Aber ich bin tatsächlich bei Seite 246 gekommen, wie ich sehe, bis ich mir ein anderes Buch gesucht habe.